Über mich

Komponist

Ich bin Sami Kajtazaj, Komponist und Gitarrist.

Meine kompositorische Arbeit bewegt sich zwischen Konzert- und Kammermusik, Chor- und Kirchenmusik sowie Musik für Bühne und Musikschule. Dabei interessiert mich besonders eine klare, charakteristische Klangsprache, die eigenständig ist und dennoch unmittelbar erfahrbar bleibt.

Als Gitarrist und langjähriger Musikpädagoge kenne ich die Möglichkeiten, aber auch die praktischen Anforderungen von Instrumentalistinnen und Instrumentalisten sehr genau. Diese Erfahrung fliesst direkt in meine Kompositionen ein. Viele meiner Werke entstehen deshalb mit einem starken Bewusstsein für Spielbarkeit, Klangwirkung und die konkrete Aufführungssituation.

Meine Musik ist für unterschiedliche Besetzungen geschrieben – von Gitarre solo über kammermusikalische Kombinationen wie Gitarre und Oboe, Gitarre und Saxofon oder Gitarre und Flöte bis zu Chorwerken und grösseren Bühnenprojekten.

Dabei unterscheide ich bewusst zwischen pädagogischer Literatur und Werken für professionelle Musikerinnen und Musiker. Bei beiden Bereichen ist mir wichtig, dass Musik nicht beliebig klingt, sondern einen eigenen Charakter besitzt.

Mehrere meiner Kompositionen sind bei Musikverlagen erschienen und im Fachhandel erhältlich. Andere Werke entstehen direkt für Musikschulen, Chöre, Ensembles und Bühnenproduktionen.

Mein Ziel ist Musik, die gut geschrieben, klanglich eigenständig und für Musiker wie Publikum nachvollziehbar ist.

Gitarrist

Meine ersten Erfahrungen mit der Gitarre machte ich im Alter von 15 Jahren. Bereits wenige Monate später spielte ich bei kleineren Wortgottesdiensten erste Stücke und übernahm zunehmend die musikalische Gestaltung – sowohl mit solistischen Beiträgen als auch mit der Begleitung von Gemeindeliedern.

Da ich mir das Gitarrenspiel zunächst autodidaktisch angeeignet hatte, suchte ich mit knapp 18 Jahren erstmals gezielt professionelle Unterstützung. Mein erster Gitarrenlehrer war Stefan Szaley, bei dem ich wichtige Grundlagen der Spieltechnik vertiefen konnte. Anschliessend setzte ich meine Ausbildung bei Petra Aichmann in Lustenau fort. Mit ihrer Unterstützung bereitete ich mich auf die Aufnahmeprüfung am Konservatorium in Feldkirch vor.

1999 begann ich dort mein Gitarrenstudium bei Prof. Michael Buchrainer. Diese Studienzeit prägte mein Verständnis von Klang, Technik und musikalischer Gestaltung nachhaltig. 2004 schloss ich das Studium zum Instrumental- und Gesangspädagogen mit Auszeichnung ab. Zwei Jahre später folgte das Künstlerische Diplom, ebenfalls mit Auszeichnung.

Während meiner Studienzeit und in den darauffolgenden Jahren trat ich sowohl solistisch als auch in unterschiedlichen Ensembles auf. Konzertauftritte führten mich auf Bühnen in der Schweiz, Deutschland, Österreich und Liechtenstein. Mein Repertoire umfasste vor allem klassische Gitarrenliteratur, aber auch eigene Kompositionen.

Dabei spielte ich bei unterschiedlichsten Konzertformaten und kulturellen Veranstaltungen – von klassischen Konzerten über Vernissagen und Lesungen bis zu Benefizveranstaltungen.

Ein besonderer Schwerpunkt meiner künstlerischen Arbeit liegt heute auf der Verbindung von Interpretation und Komposition. Zahlreiche meiner eigenen Werke sind für Gitarre entstanden und wurden von mir selbst in Konzerten aufgeführt.

Neben meiner künstlerischen Tätigkeit arbeite ich seit vielen Jahren als Gitarrenpädagoge an einer Musikschule. Die Erfahrungen aus Konzertpraxis, Komposition und Unterricht beeinflussen sich dabei gegenseitig und prägen bis heute meine Arbeit mit der Gitarre.

Dirigent

Meine erste intensive Begegnung mit Chorarbeit hatte ich im Alter von knapp 16 Jahren, als ich selbst begann, in einem Chor mitzusingen. Besonders faszinierte mich damals die Arbeit des Dirigenten: wie sich durch Bewegung, Körpersprache und musikalische Vorstellung Klang, Ausdruck und Dynamik eines ganzen Ensembles formen lassen.

Während meines Gitarrenstudiums entschied ich mich deshalb, auch Dirigieren und Chorleitung als Nebenfach zu studieren.

2002 übernahm ich erstmals die Leitung eines Frauenchores. In den folgenden Jahren arbeitete ich mit unterschiedlichsten Chorformationen. Dazu gehörten unter anderem Frauenchor, gemischter Chor, Gospelchor und Kinderchor. Diese Vielfalt ermöglichte mir die intensive Auseinandersetzung mit sehr unterschiedlichen Stilrichtungen und Formen der Chorliteratur.

2005 begann ich zusätzlich das Studium Chorleitung in St. Gallen. Besonders wertvoll war für mich dabei die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Dirigentinnen und Dirigenten sowie die Möglichkeit, verschiedene Arbeitsweisen und musikalische Perspektiven kennenzulernen.

Einen wichtigen Schwerpunkt meiner Arbeit bildete über viele Jahre die geistliche Chormusik. Ihre grosse stilistische Spannweite vom Barock bis zur Gegenwart hat mich besonders interessiert und auch meine eigene kompositorische Arbeit geprägt.

In den letzten vier Jahren meiner aktiven Dirigententätigkeit konzentrierte ich mich ausschliesslich auf die Arbeit mit Kinderchören. Die musikalische Arbeit mit Kindern brachte dabei nochmals eine ganz eigene Form von Energie, Direktheit und Freude in meine Chorarbeit.

Nach rund 25 Jahren als Chorleiter und Dirigent habe ich mich inzwischen entschieden, eine Pause vom aktiven Dirigieren einzulegen.

Die Erfahrungen aus dieser langen Zeit bleiben jedoch ein wichtiger Bestandteil meiner musikalischen Arbeit. Das unmittelbare Arbeiten mit Stimmen, das gemeinsame Entwickeln eines Klanges und die Verbindung zwischen Komposition, Interpretation und Ensemblearbeit haben mein musikalisches Denken nachhaltig geprägt.

Bis heute fasziniert mich besonders, was entstehen kann, wenn viele einzelne Stimmen zu einem gemeinsamen musikalischen Ausdruck zusammenfinden.

Autor

Neben meiner Arbeit als Komponist beschäftige ich mich seit vielen Jahren intensiv mit Geschichten, Bühnenstoffen und Buchprojekten.

Besonders interessiert mich dabei die Verbindung von Erzählung und Musik. Viele meiner Geschichten entstehen deshalb nicht nur als Texte, sondern als Gesamtkonzepte, in denen Handlung, Figuren, Musik und Aufführung miteinander verbunden sind.

Zu meinen Bühnen- und Erzählprojekten gehören unter anderem Werke wie „Ein Platz für ein Wunder“, die „Weihnachtsgeschichte mit Nell“, „Lulus Zaubermelodie“ sowie „Claude und die verschwundenen Weihnachtsglocken“. Diese Geschichten sind vor allem für Kinder, Familien, Musikschulen, Chöre und schulische Aufführungen konzipiert.

Ein weiterer Schwerpunkt meiner Arbeit liegt im Bereich Kinderbuch und musikalische Geschichten. Dazu gehören Projekte wie „Die Suche nach Mailo“ sowie die Buchreihe „Pazli entdeckt die Schweiz“, in der Kinder auf spielerische Weise Schweizer Natur, Bräuche und Bauwerke kennenlernen.

Bei vielen meiner Projekte entstehen Text, dramaturgische Idee, musikalisches Konzept und Gestaltung aus einer gemeinsamen Grundidee heraus. Dadurch sind meine Bücher und Geschichten häufig mehr als reine Lesetexte: Sie verbinden Erzählen, Musik, Bilder und aktives Entdecken.

Auch bei bereits veröffentlichten Buchprojekten war ich an unterschiedlichen Bereichen beteiligt. Beim Kinderbuch „De Esel macht blau“ stammen beispielsweise die Texte von Carmen Baumgartner, während ich die Musik komponierte und die Gestaltung des Buches übernahm.

Als Autor möchte ich Geschichten entwickeln, die verständlich, fantasievoll und lebendig sind und Kinder wie Erwachsene emotional erreichen. Dabei interessieren mich besonders Stoffe, die sich nicht nur lesen, sondern auch erzählen, spielen, singen oder auf einer Bühne zum Leben erwecken lassen.

Für mich gehören Musik und Geschichten deshalb eng zusammen: Beide können Bilder entstehen lassen, Emotionen vermitteln und Menschen in eine andere Welt führen.